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Spirale zur Verhütung: Was man über Kupfer- und Hormonspirale wissen sollte

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Die Spirale zählt zu den sichersten und zugleich langfristigsten Verhütungsmethoden. Sie wird direkt in die Gebärmutter eingesetzt und bietet – je nach Variante – hormonfreie oder hormonelle Empfängnisverhütung über mehrere Jahre hinweg. Viele Frauen schätzen an der Spirale, dass sie nach dem Einsetzen keinen täglichen Aufwand erfordert und Anwendungsfehler praktisch ausgeschlossen sind. Welche Arten es gibt, wie sie wirken und was beim Einsetzen zu beachten ist, erfahren Sie im folgenden Beitrag.

Lesedauer: 8 Minuten

Welche Spirale ist für mich geeignet?

Bei der Spirale, auch Intrauterinpessar (IUP) genannt, werden hormonelle und nicht-hormonelle Formen unterschieden. Die bekannteste und ursprüngliche Kupferspirale zählt zu den nicht-hormonellen Varianten.

Welche Art der Spirale am besten geeignet ist, hängt von individuellen Faktoren wie Alter, Zyklus, Vorerkrankungen und persönlichen Präferenzen ab. Eine ausführliche Beratung durch die Frauenärztin oder den Frauenarzt ist daher unerlässlich, um die passende Verhütungsmethode zu finden.

Kupferspirale

Wie funktioniert eine Kupferspirale?

Die Kupferspirale bietet eine hormonfreie Verhütung mit hoher Sicherheit (Pearl-Index: 0,3–3). Sie hat eine kombinierte Wirkungsweise.

  • Zum einen über den spermiziden Effekt durch Kupfer-Ionen: Diese schädigen die Spermien und wirken so empfängnisverhütend.
  • Zusätzlich verändert die Spirale die Schleimhaut des Muttermundes und der Gebärmutter. Der Effekt ist, dass die Spermien auf ihrem Weg in die Gebärmutter gestoppt werden und sich eine möglicherweise doch befruchtete Eizelle nicht einnisten kann.

Die Kupferspirale eignet sich besonders für Frauen, die bewusst auf Hormone verzichten möchten, aber dennoch eine sehr zuverlässige Verhütungsmethode suchen. Da sie dauerhaft wirkt, ohne in den natürlichen Hormonhaushalt einzugreifen, wird sie häufig auch als Alternative zur Pille gewählt.

Hormonspirale

Wie funktioniert die Hormonspirale?

Die Hormonspiralen zählen prinzipiell zu den Gestagen-Monopräparaten, da sie über eine lokale, kontinuierliche Gestagen-Abgabe wirken. Der genaue Wirkstoff ist das Levonorgestrel. Wie bei der Kupferspirale, erfolgt das Einsetzen des T-förmigen Kunststoffstabs über die Vagina durch den Muttermund in die Gebärmutter.

Der empfängnisverhütende Effekt wird bei Hormonspiralen über die lokale Abgabe des Gestagens innerhalb der Gebärmutter erzielt. Täglich erfolgt dabei abhängig vom Präparat eine Freisetzung von etwa 14 μg bzw. 20 μg Levonorgestrel. Je nach Hersteller verbleibt die Hormonspirale für drei bis sechs Jahre in der Gebärmutter und bietet in dieser Zeit sicheren Schutz.

Nebeneffekt: Bei den meisten Frauen reduziert sich die Stärke der Monatsblutung unter der Hormonspirale, bei einigen bleibt sie sogar vollständig aus.

Wie sicher ist die Hormonspirale?

Hormonspiralen gelten als sehr sichere Verhütungsmethoden (Pearl-Index: 0,05 – 0,3). Sie bieten außerdem den Vorteil, dass praktisch keine Anwendungsfehler auftreten können. Denn, anders als bei der Pille, kann die Einnahme nicht vergessen werden.

Zusätzlich treten im Vergleich zur Pille deutlich weniger systemische Nebenwirkungen auf. Das liegt daran, dass die Abgabe der Hormone direkt in der Gebärmutter erfolgt und somit bedeutend niedrigere Dosen als bei der oral angewendeten Pille notwendig sind. Darüber hinaus geht nur ein geringer Teil des Gestagens in den Blutkreislauf über, wodurch sich die systemischen Nebenwirkungen zusätzlich reduzieren.

Bestehen keine Kontraindikationen, ist die Hormonspirale eine geeignete Methode zur Empfängnisverhütung.

Hormonspirale bei starken Regelblutungen

Die Hormonspirale wird mitunter auch bei starken oder schmerzhaften Regelblutungen eingesetzt, da sie diese lindern kann. Für einige Frauen ist sie daher nicht nur eine Verhütungsmethode, sondern auch eine therapeutische Option.

Allerdings ist das die Ausnahme: Bei Regelschmerzen werden sehr viel häufiger pflanzliche Präparate empfohlen, z. B. mit Mönchspfeffer wie in Agnucaston®. Die Heilpflanze Mönchspfeffer kann den Zyklus harmonisieren, PMS-Beschwerden reduzieren und Zyklusbeschwerden lindern.

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Praktische Fragen zur Spirale

Quellen 

Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG): S2k-Leitlinie Nicht-hormonelle Empfängnisverhütung. AWMF-Register-Nr. 015-095, Dezember 2023. │Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG): Verhütung mit der Spirale. Informationen zu Kupferspirale und Hormonspirale. https://www.bioeg.de (letzter Zugriff 15.01.2026). │Faculty of Sexual & Reproductive Healthcare (FSRH): Clinical Guideline: Intrauterine Contraception. London, aktuelle Fassung. https://www.fsrh.org (letzter Zugriff 15.01.2026).

 

Autor/-in unseres Artikels
Studium:
  • Universitätsklinik Marburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität in München
Berufliche Stationen:
  • Asklepios Klinik St. Georg, Hamburg
  • Medizinischer Chefredakteur im wissenschaftlichen Springer-Verlag
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Medizinische Prüfung des Artikels
Dr. med. Monika Steiner, Ärztin
Medizinisch geprüft von
Dr. med. Monika Steiner
Ärztin
Studium:

Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität, Bonn

Berufliche Stationen:
  • Leitung Medizin-Online / Chefredakteurin Springer Nature
  • Medizinische Gutachterin für ärztliche CME-Fortbildung
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